Mit Kunst habe ich mich immer gerne beschäftigt.
Meinem  Großvater ist es initial zuzuschreiben, dass ich bildender Künstler geworden bin. Der handelte in Freiburg mit Papier, Büro- und Schulbedarf, was zur Folge hatte, dass es bei uns zu Hause nie an Papier, Malfarben und Buntstiften mangelte. Ich erinnere mich, dass schon damals das Büttenpapier aus Gmund etwas besonderes war. Ebenso wie die kurzen Anekdoten die in der Familie über ihn, den Großvater, sowie den Maler Karl Hauptmann erzählt wurden und in dessen Winterlandschaften ich so gerne eingetaucht bin. Obwohl nebensächlich, erfreuen mich diese Dinge bis heute.
Wir lebten in Freiburg i.Br. und in den Ferien, in der Gemeinde Feldberg-Bärental. Dort, stand ich auch als Knabe aus der Stadt, erstmals und staunend, einer sehr interessierten und sanftmütigen Kuh gegenüber, Rosa. Seither ist es mir unmöglich an Kühen vorbei zu gehen ohne sie zu bemerken. Und selbst das Geleut von Kuhglocken hat auf mich eine harmonisierende und beruhigende Wirkung. Wohl deshalb weil ich weiß, so lange Kuhglocken bimmelt ist alles friedlich und in bester Ordnung. Allgemein war in dieser Zeit nicht sehr viel geboten. Unsere Eltern waren hauptsächlich mit dem Wirtschaftswunder beschäftigt und haben uns weitestgehend in Ruhe gelassen.

Nur mal so, am Rande, ein Kleinbauer oder Nebenerwerbslandwirt hatte damals im Schwarzwald 4 bis 10 Kühe. Die meisten Lebensmittel waren echt ‚Bio‘, obwohl diese nie als solche gekennzeichnet waren. Milch war grundsätzlich Heumilch und ‚Bio‘ selbstverständlich. Unterdessen bin ich froh, wenn Lebensmittel tatsächlich ‚Bio‘ sind, wenn  ‚Bio‘ drauf steht. Rückblickend denke ich, dass dieser Fortschritt eigentlich ein fataler Rückschritt war.
Sicherlich, Maggi und Fondor gehörten damals so selbstverständlich wie Salz und Pfeffer auf jeden Esstisch.  Auch in Gaststädten. Heute unvorstellbar. Bonduell-Dosengemüse, Dosensuppen, Knorr- Kartoffelpüree, Mirakuli , Käpt’ns Fischstäbchen und der Blup-Spinat zählten zwar zu den absoluten ’no goes‘ einer guten Hausfrau, kamen aber dennoch zunehmend häufiger auf den Tisch. Meine These dazu: „Mit dem Dosenöffner haben sich die Frauen vom Platz am Herd befreit.“ Zwinkersmile.
Nur gut, dass es heute junge engagierte Gärtner:innen, wie die im BioTop-Oberland e.G. und ein Internet voller Tutorials und Rezepte gibt.

 

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